Top 5 Google Chrome Plugins die deine Produktivität verbessern können

· Ratgeber

Erweiterungen nehmen im Browser Arbeitsschritte ab, für die man sonst das Programm wechseln müsste. Diese Liste wurde überarbeitet: Eine der ursprünglich empfohlenen Erweiterungen gibt es nicht mehr, und die verbliebenen sind im Chrome Web Store geprüft.

Plugin oder Erweiterung?

Die beiden Begriffe werden durcheinandergeworfen, meinen aber Verschiedenes. Plugins im ursprünglichen Sinn waren Programme, die sich über die Schnittstelle NPAPI in den Browser einklinkten — Flash, Java, Silverlight. Chrome hat diese Schnittstelle bereits 2015 abgeschaltet, Flash selbst wurde Ende 2020 eingestellt. Was heute existiert, sind Erweiterungen: kleine, in JavaScript geschriebene Programme, die über den Chrome Web Store installiert werden und in der Symbolleiste ein eigenes Symbol bekommen.

Wichtig für ältere Empfehlungslisten: Chrome hat die alte Erweiterungs-Schnittstelle Manifest V2 in den Jahren 2024 und 2025 schrittweise abgeschaltet. Erweiterungen, die nicht auf Manifest V3 aktualisiert wurden, funktionieren nicht mehr und sind aus dem Store verschwunden. Wer eine Anleitung von vor 2024 befolgt, findet einen Teil der genannten Erweiterungen nicht mehr.

Zoom Chrome Extension

Die Erweiterung von Zoom setzt Besprechungen direkt aus Google Kalender an: Termin anlegen, Zoom-Meeting hinzufügen, Einwahldaten stehen automatisch in der Einladung. Mit über sieben Millionen Nutzern ist sie eine der verbreitetsten Arbeitserweiterungen überhaupt.

Zu unterscheiden davon ist Zoom für Google Workspace — dieselbe Funktion, aber als Add-on über den Google Workspace Marketplace statt als Browser-Erweiterung. Der Dienst hieß bei Erscheinen dieses Beitrags noch G Suite; Google hat ihn im Oktober 2020 in Google Workspace umbenannt.

Zoom-Integration im Google Kalender

Docusign eSignature for Chrome

Verträge unterschreiben, ohne sie auszudrucken: Die Erweiterung öffnet Dokumente aus dem Browser heraus zur elektronischen Signatur und zeigt den Status laufender Vorgänge an. In der kostenlosen Fassung lassen sich Dokumente, die man selbst zur Unterschrift erhält, unbegrenzt signieren; der eigene Versand zur Unterschrift ist zahlenmäßig begrenzt.

Das Unternehmen schreibt sich seit dem Markenwechsel 2024 „Docusign“ statt „DocuSign“ — die Erweiterung findest du unter beiden Schreibweisen.

Docusign eSignature

Zoho Vault

Ein Passwortmanager für Teams. Zugangsdaten werden verschlüsselt abgelegt, lassen sich innerhalb von Arbeitsgruppen freigeben und beim Ausscheiden einer Person zentral entziehen. Die Erweiterung füllt Anmeldeformulare aus, ohne dass jemand ein Passwort abtippt oder in einer Tabelle nachschlägt.

Der praktische Nutzen liegt weniger in der Bequemlichkeit als in der Nachvollziehbarkeit: Wer welchen Zugang hatte, steht im System — und nicht in einer Excel-Datei auf einem Laufwerk.

Zoho Vault

Wappalyzer

Diese Erweiterung ersetzt einen Punkt der ursprünglichen Liste. Sie zeigt per Klick, mit welchen Technologien eine besuchte Website gebaut ist: Content-Management-System, Shopsystem, Analysewerkzeuge, Schriftdienste, Zahlungsanbieter.

Für alle, die mit Websites zu tun haben, spart das eine Menge Quelltextlesen — etwa bei der Frage, welches Content-Management-System hinter einer Seite steckt, bevor man ein Angebot für deren Überarbeitung schreibt.

EasyBib Toolbar

Der Ausreißer in dieser Liste, aber nach wie vor verfügbar: EasyBib erzeugt aus einer geöffneten Seite oder einem Buchtitel einen fertigen Literaturverweis in gängigen Zitierstilen. Für alle, die neben dem Beruf studieren oder regelmäßig Quellen sauber belegen müssen, spart das eine mühsame Fleißarbeit.

Was aus der ursprünglichen Liste geflogen ist

Lucidchart Diagrams stand hier als fünfte Empfehlung. Die Chrome-Erweiterungen des Anbieters wurden im Februar 2025 aus dem Chrome Web Store entfernt. Die Integration in Gmail und die übrigen Google-Dienste gibt es weiterhin, aber als Add-on über den Google Workspace Marketplace, nicht als Browser-Erweiterung.

Woran du erkennst, ob eine Erweiterung noch taugt

Erweiterungen sind Programme mit Zugriff auf das, was du im Browser tust. Drei Angaben stehen direkt im Store und beantworten die wichtigsten Fragen.

Datum der letzten Aktualisierung. Liegt es Jahre zurück, ist die Erweiterung entweder fertig oder aufgegeben — bei sicherheitsrelevanten Werkzeugen sollte man von Letzterem ausgehen.

Berechtigungen. Chrome zeigt vor der Installation, worauf eine Erweiterung zugreifen darf. „Alle deine Daten auf allen Websites lesen und ändern“ ist bei einem Passwortmanager plausibel und bei einem Notizzettel-Werkzeug ein Grund, es sein zu lassen.

Anbieter und Verbreitung. Erweiterungen wechseln gelegentlich den Eigentümer, und der neue Betreiber baut Werbe- oder Trackingfunktionen ein. Ein bekannter Anbieter hinter der Erweiterung ist hier mehr wert als eine hohe Bewertung.

Und eine Regel, die alle drei überflüssig macht, wenn man sie befolgt: weniger installieren. Jede Erweiterung, die du nicht regelmäßig nutzt, kostet Startzeit und ist eine zusätzliche Stelle, an der etwas mitliest.

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