Erfolgsstory: Der Wochenblatt-Eigenart-Shop

Der Wochenblatt-Eigenart-Shop verkauft regionale Produkte aus dem ostbayerischen Verlagsgebiet der Wochenblatt-Verlagsgruppe: Schmuck, Kunsthandwerk, Kleidung, Literatur von Autorinnen und Autoren aus der Gegend. Die Intent GmbH hat den Shop erstellt; das Konzept wurde im Dezember 2015 veröffentlicht. Aus dem Projekt ist eine langfristige Betreuung geworden.
Zum 30-monatigen Bestehen hat die Redaktion selbst einen Rückblick veröffentlicht.
Ein Verlag geht in den Handel
Die Idee kam von Astrid Steinberger, verantwortlich für das Marketing der Wochenblatt-Verlagsgruppe. Regionale Produkte im eigenen Laden anzubieten, machen viele Händler; sie wollte den umgekehrten Weg gehen und die Sachen aus der Region online verfügbar machen – für dieselben Leserinnen und Leser, die das Wochenblatt ohnehin lesen.
Für einen Verlag ist das ein Schritt in ein fremdes Geschäft. Bis dahin wurde Reichweite verkauft; jetzt kamen Artikelstammdaten, Bestände, Versand, Retouren und Zahlungsabwicklung dazu. Der Vorteil gegenüber einem Händler, der bei null anfängt, ist allerdings beträchtlich: Das Publikum ist schon da, und die Beziehung zu den Produzenten vor Ort besteht ebenfalls. Was fehlte, war der Verkaufskanal.

Ein Sortiment aus lauter Einzelfällen
Wer regionale Produkte verkauft, hat kein Sortiment im üblichen Sinn. Ein Onlineshop für Druckerpatronen führt tausend Artikel, die sich in drei Merkmalen unterscheiden. Hier steht ein handgefertigtes Schmuckstück neben einem Krimi, der im Nachbarort spielt, und daneben ein Kleidungsstück in vier Größen. Jede Warengruppe braucht andere Angaben, andere Bilder und eine andere Art, den Preis zu rechtfertigen.
Der Aufbau musste das aushalten, ohne dass die Seite in Sonderfälle zerfällt. Praktisch heißt das: eine Struktur, die nach Warengruppen sortiert und trotzdem das Stöbern erlaubt, aussagekräftige Produktbilder statt Katalogaufnahmen, und Beschreibungen, die die Herkunft mitliefern. Bei diesen Produkten ist die Geschichte hinter dem Stück ein Teil des Werts – wer sie weglässt, verkauft ein beliebiges Objekt zu einem unerklärlichen Preis.

Abholung in der Geschäftsstelle
Neben der Lieferung nach Hause können Kunden ihre Bestellung in einer der Wochenblatt-Geschäftsstellen abholen. Das ist mehr als ein Komfortmerkmal: Es senkt die Versandkosten, entschärft die Frage, ob jemand zur Lieferzeit zu Hause ist, und passt zu einem Angebot, das ohnehin auf die Region zielt.
Technisch ist eine solche Abholoption kein Zusatzknopf im Checkout. Sie braucht eine Auswahl der Abholorte, eine angepasste Versandkostenberechnung, eine eigene Benachrichtigung, sobald die Ware bereitliegt, und einen Prozess in der Geschäftsstelle für die Übergabe. Der aufwendige Teil liegt selten in der Software.
Der Relaunch und was dabei gemacht wurde
Später kam ein Relaunch dazu, verbunden mit einer Reihe technischer Maßnahmen. Vier Themen standen im Vordergrund: der Schutz personenbezogener Daten, die Ladezeit, die Auffindbarkeit bei Google und die Darstellung auf Mobilgeräten.
Auffindbarkeit
Ein Shop, den niemand findet, ist ein Lager mit Website. Zur Überarbeitung gehörten neue Texte, sauber geschriebene Meta-Descriptions und die Aufbereitung des Bildmaterials.
Die Meta-Description ist dabei kein Rankingfaktor, sondern ein Werbetext: Sie steht als Beschreibung unter dem Titel im Suchergebnis und entscheidet mit, ob jemand klickt. Was eine gute Beschreibung ausmacht, steht im Beitrag zur Meta-Description. Bilder wiederum sind in einem Shop der größte Datenposten und gleichzeitig eine eigene Fundquelle – ohne Alternativtext und mit Dateinamen wie IMG_4711.jpg bleibt beides ungenutzt. Den Rahmen dazu behandelt unsere Seite zur Suchmaschinenoptimierung.
Darstellung auf allen Geräten
Ein erheblicher Teil der Besuche kommt vom Telefon, und im Handel entscheidet sich am Telefonbildschirm, ob eine Bestellung zustande kommt. Der Shop bekam deshalb ein responsives Layout, das sich an die Bildschirmbreite anpasst, statt eine verkleinerte Fassung der Desktopseite auszuliefern. Google indexiert seit Jahren die mobile Fassung einer Seite; was dort fehlt, existiert für die Suche nicht.
Ladezeit
Zur schnelleren Auslieferung wurde der Shop auf die damals aktuelle PHP-Version 7.2 gehoben. Der Sprung war beträchtlich – PHP 7 verarbeitete Anfragen deutlich schneller als die Vorgängerversionen, was sich bei einem Shop mit vielen Datenbankabfragen pro Seitenaufruf unmittelbar bemerkbar macht.
Solche Versionssprünge sind seither Teil der laufenden Betreuung. PHP-Versionen erhalten nur für einen begrenzten Zeitraum Sicherheitsupdates; wer stehen bleibt, sammelt bekannte Lücken und kann irgendwann das Shopsystem selbst nicht mehr aktualisieren. Was zu einer gepflegten Umgebung gehört, steht auf unserer Seite zum SSD-Webhosting.
Verschlüsselung
Der Shop erhielt ein Zertifikat für verschlüsselte Verbindungen, damit persönliche Daten und Zahlungsvorgänge nicht im Klartext über das Netz gehen. Was damals noch als Maßnahme zu erwähnen war, ist inzwischen Grundausstattung: Browser markieren unverschlüsselte Seiten als unsicher, und ein Bestellformular ohne HTTPS ist bei personenbezogenen Daten nicht vertretbar.

Betreuung statt Übergabe
Der Teil dieses Projekts, der am wenigsten spektakulär klingt, ist der wichtigste: Der Shop läuft seit Jahren und wird gepflegt. Systemaktualisierungen, Anpassungen am Sortiment, technische Nachbesserungen – ein Handelsauftritt ist kein Werk, das man abnimmt und danach in Ruhe lässt.
Genau daran scheitern viele Shopprojekte. Nicht am Start, sondern zwei Jahre später, wenn niemand mehr zuständig ist, Updates liegen bleiben und jede Änderung ein Risiko wird. Wie wir Shopprojekte anlegen, steht unter Onlineshop erstellen lassen; weitere Projekte finden Sie in unseren Referenzen.
Wenn Sie ein Vorhaben besprechen möchten – ein neuer Shop, ein Relaunch oder ein bestehender Shop, der Pflege braucht –, schildern Sie es uns kurz über die Kontaktseite. Dort können Sie auch direkt einen Termin buchen.