Professionelle Landingpage erstellen lassen
Eine Landingpage hat eine Aufgabe: Sie soll eine bestimmte Handlung auslösen. Ein Produkt kaufen, einen Termin buchen, ein Whitepaper anfordern, eine Anfrage abschicken. Alles, was diesem Ziel nicht dient, gehört nicht darauf – auch nicht die vollständige Hauptnavigation, die Besucher wieder wegführt.

Der Unterschied zu einer normalen Unterseite
Eine Unterseite bedient viele Absichten gleichzeitig. Eine Landingpage bedient eine. Sie wird meist für einen bestimmten Zugang gebaut – eine Anzeigengruppe, eine Suchanfrage, einen Newsletter, eine Messeeinladung – und darf deshalb voraussetzen, wonach der Besucher gesucht hat.
Daraus folgt der wichtigste Punkt überhaupt: Die Seite muss halten, was der Weg dorthin versprochen hat. Wer auf eine Anzeige für „Edelstahlregale für Gastronomie“ klickt und auf einer allgemeinen Sortimentsseite landet, springt ab. Diese Übereinstimmung zwischen Anzeige und Seite entscheidet über die Kosten je Anfrage mehr als jede Farbe eines Buttons. Wie die Kampagnenseite dazu passt, steht unter Suchmaschinenwerbung.
Aufbau
Der obere Bildschirmbereich. Was ohne Scrollen sichtbar ist, entscheidet über den Verbleib. Dorthin gehören: was angeboten wird, für wen, und was der nächste Schritt ist. Warum dieser Bereich so viel Gewicht hat und wo seine Grenzen liegen, erklärt der Wiki-Eintrag zu Above the fold.
Die Überschrift. Sie benennt das Angebot, statt es zu umschreiben. „Edelstahlregale nach Maß, Lieferung in zwei Wochen“ arbeitet härter als „Qualität, die überzeugt“.
Der Beweis. Eine Landingpage ersetzt das Beratungsgespräch. Sie braucht die Angaben, die eine Entscheidung stützen: technische Daten, Preise oder Preisrahmen, Lieferzeiten, Referenzen, Bewertungen. Ohne diese Informationen entsteht kein Vertrauen, sondern nur ein Kaufappell.
Die Einwände. Was hält jemanden davon ab, jetzt zu handeln? Zu teuer, zu kompliziert, falscher Zeitpunkt, Zweifel an der Eignung. Diese Fragen gehören auf die Seite und nicht in eine spätere E-Mail.
Die Handlungsaufforderung. Klar formuliert, optisch eindeutig, mehrfach auf langen Seiten. „Angebot anfordern“ sagt mehr als „Absenden“. Was dabei sonst noch wirkt, behandeln wir unter Conversion-Optimierung.

Das Formular ist der Engpass
An dieser Stelle geht der Großteil der Besucher verloren, und meistens aus einem einfachen Grund: Es wird zu viel gefragt. Jedes Pflichtfeld kostet Abschlüsse. Für eine erste Kontaktaufnahme reichen in der Regel Name, E-Mail-Adresse und ein Freitextfeld; Position, Firmengröße und Telefonnummer lassen sich später klären.
Praktisch relevant sind außerdem: Fehlermeldungen direkt am Feld statt gesammelt am Seitenende, Beschriftungen, die auch beim Tippen sichtbar bleiben, passende Tastaturen auf dem Telefon und eine Bestätigungsseite, die sagt, wie es weitergeht. Das Formular muss sich vollständig per Tastatur bedienen lassen und braucht sichtbaren Fokus – das ist Teil der Barrierefreiheit und verbessert nebenbei die Bedienung für alle. Mehr dazu auf der Seite zum User Interface Design.

Technik, die auf die Abschlussquote wirkt
Landingpages tragen häufig bezahlten Traffic. Jede Sekunde Ladezeit wird also direkt bezahlt. Deshalb gehören sie zu den Seiten, bei denen sich technische Sorgfalt am schnellsten rechnet: Bilder in WebP oder AVIF, keine überflüssigen Skripte, feste Größenangaben für Bilder und Einbettungen, damit das Layout beim Laden nicht springt.
Beim Tracking kommt eine Einschränkung dazu, die man einplanen muss: Analyse- und Marketingskripte dürfen erst nach aktiver Einwilligung laden. Ein Teil der Besucher wird deshalb nicht gemessen. Wer das nicht berücksichtigt, vergleicht später Zahlen, die nicht vergleichbar sind.
Wann sich eine eigene Landingpage lohnt
Nicht jede Kampagne braucht eine. Wenn eine bestehende Produkt- oder Leistungsseite die Suchabsicht bereits genau trifft, ist sie das bessere Ziel – sie hat Verlinkungen, Historie und wird ohnehin gepflegt. Eine eigene Seite lohnt sich, wenn eines davon zutrifft:
- Das Angebot richtet sich an eine klar abgegrenzte Zielgruppe, die auf der regulären Seite untergeht.
- Die Kampagne läuft befristet, etwa für eine Messe, eine Aktion oder einen Produktstart.
- Sie wollen mehrere Varianten gegeneinander testen, ohne die Hauptseite anzufassen.
- Der Weg zum Abschluss ist so kurz, dass jede zusätzliche Navigationsmöglichkeit stört.
Was mit den Daten passiert
Eine Landingpage sammelt personenbezogene Daten, und das hat Folgen für die Umsetzung. Es wird nur erhoben, was tatsächlich gebraucht wird; der Zweck steht am Formular und nicht nur in der Datenschutzerklärung. Bei Newsletter-Anmeldungen ist das Double-Opt-in-Verfahren üblich – die Adresse wird erst nach Bestätigung über einen zugesandten Link aufgenommen, was zugleich Tippfehler und fremde Eintragungen ausschließt.
Ebenso praktisch: Anfragen sollen dort landen, wo sie bearbeitet werden. Eine Weiterleitung an ein Sammelpostfach, in das niemand schaut, ist der stillste Weg, Kampagnenbudget zu verbrennen. Wir binden Formulare deshalb direkt an das System an, mit dem Ihr Vertrieb arbeitet.
Messen statt vermuten
Ob eine Landingpage funktioniert, lässt sich feststellen – und zwar nur an Zahlen. Interessant sind die Abschlussquote je Zugangsweg, die Absprungrate, die Scrolltiefe und die Stelle, an der Formularabbrüche passieren.
Änderungen prüft man einzeln. Wer Überschrift, Bild und Formular gleichzeitig austauscht, weiß hinterher, dass sich etwas verändert hat, aber nicht wodurch. Für belastbare A/B-Tests braucht es genügend Besucher; bei kleinen Mengen sind qualitative Beobachtungen und Nutzertests aussagekräftiger als Statistik.

Landingpages und Suchmaschinen
Landingpages für Anzeigen und Landingpages für die organische Suche verfolgen dasselbe Ziel mit unterschiedlichen Mitteln. Eine Kampagnenseite darf kurz und zugespitzt sein. Eine Seite, die über die Suche gefunden werden soll, muss die Frage dahinter vollständig beantworten, sonst rankt sie nicht. Der Rahmen dafür steht unter Suchmaschinenoptimierung.
Zwei technische Punkte kommen dazu: Wenn mehrere ähnliche Kampagnenseiten existieren, sollten sie nicht alle indexiert werden – sonst konkurrieren sie miteinander. Und eine Seite, die nur für eine befristete Aktion existiert, braucht einen Plan für die Zeit danach, damit sie nicht als tote URL im Index stehen bleibt.
Wie wir arbeiten
Wir beginnen mit der Frage, woher die Besucher kommen und was sie erwarten. Daraus entsteht die Struktur, dann der Text, dann die Gestaltung – in dieser Reihenfolge, weil Layout ohne Inhalt Dekoration bleibt. Nach dem Launch wird gemessen und nachgeschärft; eine Landingpage ist in der ersten Fassung selten fertig.
Bestehende Seiten sehen wir uns genauso an: Häufig fehlt kein Redesign, sondern eine klarere Botschaft, ein kürzeres Formular oder die Übereinstimmung mit der Anzeige, die den Traffic liefert.
Übrigens ist auch diese Seite eine Landingpage. Wenn Sie bis hierher gelesen haben, hat sie ihre Aufgabe zur Hälfte erfüllt – die andere Hälfte liegt bei Ihnen: Hier geht es zur Anfrage, dort können Sie auch direkt einen Termin buchen.