Page Speed


Es wird viel darüber diskutiert, wie relevant der Speed einer Page für das Ranking ist. Page Speed kann auch mit Ladegeschwindigkeit übersetzt werden und gibt die Performance der Page an. Es ist von Google selbst bestätigt, dass ein guter Page Speed ein wichtiges Kriterium des Rankings ist. Er ist Bestandteil des technischen SEO und dabei ein sehr bedeutsamer. Der Name selbst hat sich vor allem aufgrund des Tools Google Page Speed etabliert.

Warum eine Page langsam sein kann

Ein hoher Page Speed ist eine gute Möglichkeit, das eigene Ranking zu verbessern. Eine schlechte Performance kann folgende Gründe haben:

  • Zu große Bilder: Wenn ein Browser eine Page lädt, müssen alle Bilder, die hierauf abgebildet sind, geladen werden. Wenn sehr viele, oder sehr hochauflösende Bilder verwendet werden, kann dies den Page Speed beeinträchtigen.
  • Sehr langsame Datenbanken: Datenbanken werden auf Pages vor allem für Formulare oder Produktanzeigen verwendet. Wenn diese sehr langsam sind, beispielsweise nicht regelmäßig aktualisiert werden, kann dies den Page Speed ordentlich verlangsamen.
  • Langsamer Server: Auch der Server selbst kann sehr langsam arbeiten. Dies kann zum Beispiel an zu vielen verwendeten Requests oder einer zu langsamen Verarbeitung der Requests liegen.
  • Falsch fragmentiertes JavaScript: Wenn das JavaScript nicht synchronisiert ist, kann eine Website erst genutzt werden, wenn das JavaScript vollständig geladen wurde. Dieses Problem kann umgangen werden, indem die relevanten JS-Dateien gebündelt zusammengefasst werden.
  • Nicht benötigter Quellcode: Der Quellcode wird vom Crawler bei Indexierung der Page ausgelesen. Häufig wird dabei aber festgestellt, dass überflüssiger Quellcode auf den meisten Pages vorhanden ist. Dies können beispielsweise überflüssige Kommentare sein. Solcher nicht benötigter Code kann die Ladezeit der Page erhöhen.
  • Überflüssige CSS-Dateien: Wenn die einzelnen CSS-Dateien einer Page nicht zusammengefasst werden, kann dies den Page Speed verlangsamen. Dies liegt daran, dass diese Dateien zu viele Server-Requests generieren.

Wie Sie den Page Speed ermitteln können

Es ist auf den ersten Blick nicht ermittelbar, welchen Speed eine Page besitzt. Mithilfe der Google Search Console kann der Speed aber ermittelt werden. Hier gibt es den Menüpunkt „PageSpeed Services“, der es einem Webmaster ermöglicht, die Seite im CDN (Content Delivery Network) ausliefern zu lassen. Auch auf der Developer-Seite der Suchmaschine kann sich das Tool aufrufen lassen. Dort lässt sich der Speed abhängig der Art und Weise, mit der eine Page aufgerufen wird, anzeigen.

Der Zusammenhang zwischen Page Speed und Conversion-Rate

Für Betreiber von Online-Shops und im gesamten E-Commerce stellt die Conversion-Rate eine wichtige Kennziffer dar. Diese kann positiv oder negativ vom Page Speed beeinflusst werden. Dabei existiert ein positiver Zusammenhang zwischen den beiden Variablen. Grund hierfür ist, dass User eine Conversion eher abbrechen, wenn die Page zu langsam geladen wird.

Der Gigant unter den Online-Shops, Amazon, errechnete bereits 2012, dass eine Ladezeit größer als 100 Millisekunden den Umsatz um bis zu ein Prozent reduzieren kann. Der damalige Tagesumsatz bei Amazon betrug etwa 67 Millionen Dollar. Würde die Grenze von 100 Millisekunden überschritten, würde das einen Umsatzrückgang von 670.000 Dollar entsprechen. Im Jahr würde sich so ein Umsatzeinbruch von 244,5 Millionen Dollar aus einem langsamen Page Speed ergeben.

Ein besonderes Augenmerk sollte auf den Page Speed bei mobilen Seitenaufrufen gelegt werden. 40 Prozent aller User geben an, dass Sie eine Transaktion beenden, wenn die Page nicht innerhalb von drei Sekunden geladen ist. In Deutschland stellt sich dieses Problem noch nicht als gravierend dar, da sich der Markt des mobilen Shoppings erst entwickelt. In den USA dagegen schon, denn hier geben 79 Prozent an, mit Ihrem Smartphone schon Einkäufe zu tätigen. Weltweit geben 65 Prozent aller User, die bereits einen Kauf im Internet getätigt haben, an, dass Sie die Conversion generell beenden, wenn eine Page nicht innerhalb von drei Sekunden geladen sei.

Bedeutung des Page Speed für das SEO

Bereits seit 2010 berücksichtigt Google den Page Speed als einen Rankingfaktor. Das Unternehmen begründet den Schritt damit, dass ein höherer Page Speed die Benutzerfreundlichkeit erhöht und zu einem größeren Kundenerlebnis beiträgt. Inzwischen wird im Ranking auch die Ladegeschwindigkeit der mobilen Page berücksichtigt. Dies liegt daran, dass immer mehr User Käufe auch über das Smartphone abwickeln. Seit 2016 stellt dieser Faktor ebenfalls einen wichtigen Rankingfaktor dar.

So kann der Page Speed verbessert werden

Wer den Page Speed optimieren möchte, sollte erst einmal mithilfe des PageSpeed-Tool die Geschwindigkeit der mobilen und Desktop-Variante der eigenen Page analysieren. Je näher das Ergebnis an 100 ist, desto höher ist der Speed. Als besonderen Service zeigt das Tool auf, welche Faktoren den Page Speed verlangsamen. Allgemein lässt sich aber sagen, dass der Page Speed generell an folgenden Stellen optimiert werden kann: Verkleinerung der verwendeten Bilder, die Verwendung von CDNs, überflüssige Social Plugins entfernen, die Antwortzeit des Servers verkleinern, CSS-Dateien zu CSS-Sprites bündeln, Komprimierung der Page mithilfe gzip, das Nutzen von asynchronem JavaScript, http-requests reduzieren und die nicht benötigten Elemente aus dem Quellcode entfernen.

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