9 SEO Tipps für Deinen Onlineshop

von 14.05.2018News, SEO

Spätestens wenn andere Onlineshops zu den saisonal boomenden Hauptgeschäftszeiten die besseren Rankings ergattern, wird vielen Onlineshop Betreibern bewusst, dass sie die elementar wichtige Suchmaschinenoptimierung (SEO) Ihres Onlineshops unterschätzt oder vernachlässigt haben und dadurch kurzerhand ins Hintertreffen geraten sind. Die SEO-Optimierung Deines Onlineshops beeinflusst die organische Google-Suche direkt und stellt somit die hauptsächliche Traffic-Quelle für Dein Unternehmen dar.

Eine unzureichende SEO-Optimierung kann daher einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden für Dein Unternehmen zur Folge haben, welcher durch entsprechende prophylaktische Maßnahmen ganz einfach zu vermeiden wäre. Damit es gar nicht erst soweit kommt, lies hier unsere ultimativen SEO-Tipps, wie Du Deinen Onlineshop optimieren kannst, um ein kontinuierlich gutes Ranking zu erzielen und auch während der konkurrenzreichen Hauptgeschäftszeiten, stets die Nase vorne zu haben.

1. „Mit Sicherheit“ – Umstellung von HTTP auf HTTPS

Sicherheit vor Übergriffen bei der Vermittlung von Daten ist gerade für Onlineshops unverzichtbar, da empfindliche Daten wie beispielsweise Bankdaten und Kundenadressen preisgegeben werden. Webseiten, welche nicht auf HTTPS umgestellt sind, werden nicht selten von den gängigen Internet-Browsern als unsicher eingestuft. Daher ist eine umfassende Daten-Verschlüsselung im Zuge einer Umstellung von HTTP auf HTTPS sowohl für die Sicherheit der Kunden, als auch für Onlineshop-Betreiber gleichermaßen von Vorteil und wird auch von Google mit einem Boost des Rankings belohnt.

2. SEO-Faktoren: „Title-Tags“ „H-Tags“ und „Meta-Beschreibungen“

Title-Tags, H-Tags und eine hochwertige Meta-Beschreibung sind nach wie vor sehr wichtig für eine professionelle SEO-Optimierung Deines Onlineshops. Tags bedeuten soviel wie „Schlagwörter“ und stellen somit aufschlussreiche Informationen zu Deiner Website bereit, wie beispielsweise Thema, Inhalt, Copyright, Herausgeber oder Autor.

Mithilfe von Tags werden Texte, Videos und Bilder über die jeweiligen Themen und Inhalte im Internet kategorisiert, damit diese über die entsprechenden Suchbegriffe gefunden werden. Hierbei besteht das Ziel für einen Onlineshop-Betreiber immer darin, ein möglichst gutes Ranking zu erzielen.

Title Tags:

Von einigen Seo-Experten wird der Title Tag als der entscheidendste OnPage-Faktor angesehen. Er dient dazu, dass Suchmaschinen den Inhalt einer Website analysieren und kategorisieren können und bestimmt den Titel in den Suchergebnissen. Der Title Tag wird in die Browserzeile im Header und somit im HTML-Code eingefügt und sollte sowohl das Hauptkeyword, wie den Namen des Unternehmens, als auch den Produktbereich oder die Bezeichnung der Dienstleistungen enthalten.

Wer eine registrierte Marke besitzt, kann das Registraded Trade Symbol ® in seinen Titel Tag einfügen, was den CTR (Click trough Rate) ordentlich boosten kann. Wer ein lokal agierendes Unternehmen hat, kann sinnvollerweise auch die Stadt des Unternehmensstandortes in den Title Tag mit einbringen.

H-Tags:

Damit die entsprechende Suchmaschine das relevante „Schlagwort“ und somit den Inhalt und seine jeweilige Relevanz auf einer Seite erfasst, werden die sogenannten H-Tags für die Kennzeichnung von Überschriften verwendet. Pro Seite sollte nur eine Hauptüberschrift H1 verwendet werden, welche mit den wichtigsten Informationen, wie dem entsprechenden Haupt-Keyword versehen wird, um das eindeutige Hauptthema der Seite klar hervorzuheben.

Der Titel-Tag sollte 50 – 60 Zeichen umfassen und Informationen wie die Artikelbezeichnung, die jeweilige Kategorie und den Namen des Shops enthalten. Zwischenüberschriften werden hierarchisch mit H2 oder H3 Tags mit einer Maximallänge von fünf bis zehn Wörtern gekennzeichnet, was neben der entsprechenden Kategorisierung auch für eine angenehme Lesefreundlichkeit, durch eine übersichtliche Strukturierung des Textes, sorgt.

Meta-Description:

Genauso wie die H-Tags und der Title-Tag ist die Meta-Beschreibung eminent wichtig für eine gelungene OnPage-Optimierung Deines Online- Shops. Die Internetpräsenz des jeweiligen Angebotes kann mit bis zu 155 Zeichen kurz und knackig beschrieben werden und sollte das Interesse des Lesers wecken.

Wenn die Meta-Description fehlt, wird automatisch eine Beschreibung von der jeweiligen Suchmaschine erstellt, die ungünstig ausfallen und sich daher auch negativ auf die Klickraten auswirken kann. Daher sollte man sich unbedingt die einmalige Mühe machen, eine interessante, individuelle und attraktive Kurzbeschreibung als Vorschau für das entsprechende Produkt zu verfassen. Hierbei sollten überdies entsprechende Keywords eingebaut werden, um die Klickrate positiv zu beeinflussen.

3. Keyword-Monitoring

Ein qualitativ hochwertiger Content ist unerlässlich für eine erfolgreiche SEO-Optimierung und ein damit verbundenes gutes Ranking des eigenen Onlineshops. Ein wesentlicher Aspekt hierfür ist die richtige Dichte an relevanten Keywords aus verschiedenen Bereichen, welche den Besucher direkt zu Deinen Produkten und Deinem Shop leiten und ihr Ranking positiv beeinflussen kann.

Zu viele Keywords sind ebenso kontraproduktiv wie zu wenige und können eine negative Auswirkung auf das Ranking haben. Vor allem sollen es die „richtigen“ Keywords und an der „richtigen“ Stelle sein. Relevant sind vor allem die Produktbezeichnungen oder Dienstleistungen Deines Shops. Es geht hierbei nicht darum irgendwelche Keywords aneinanderzureihen, sondern passende „Schlüsselwörter“ sinnvoll in den Text zu integrieren, welcher dem Kunden einen informativen Mehrwert bietet, indem eventuelle Fragen zum Produkt schon vorab beantwortet werden. Daher eignen sich auch erweiterte Keywords, welche bereits eine Kombination der Produktbezeichnung mit passenden Zusätzen darstellen die das Produkt näher beschreiben, also Begriffe nach denen von Kunden häufig gesucht wird, wie beispielsweise „Wandfarbe außen“ oder „Kleidung Übergröße“.

Um die optimalen Keywords herauszufinden, empfiehlt sich eine Keyword-Recherche, die man ganz bequem mit Keyword-Tools durchführen kann oder durch die Eingabe des Hauptkeywods in Google herausfinden kann. Auch Google Trends liefert interessante Ergebnisse zu den aktuell am häufigsten gesuchten Suchbegriffen rund um Dein Hauptkeyword. Interessant sind allerdings nur Keywords welche ein hohes Suchvolumen in den Suchmaschinen aufweisen und die auch produktrelevant für Deine Besucher sind.

4. Unique Content

Das A und O für einen einzigartigen Onlineshop um ein gutes Ranking zu erzielen, sind auch einzigartige Texte, Kategorieseiten und Produktbeschreibungen, denn viele Betreiber übernehmen einfach nur die Produktbeschreibungen der Hersteller. Dies wirkt sich negativ aus da „duplicate Content“ nicht nur das Ranking herabsetzen kann, sondern sogar ein Penalty zur Folge haben kann. Abgesehen davon ist das „Klauen“ von Inhalten die andere verfasst haben, eine Verletzung des Urheberrechts und kann auch strafrechtliche Folgen nach sich ziehen, weswegen es sehr wichtig ist wirklich eigene Inhalte zu erstellen.

Besonders wichtig sind auch die Kategorieseiten, da diese noch schwerwiegender ranken können als Produktbeschreibungen, weil sie häufiger besucht werden und dem Kunden einen Überblick über das Angebot vermitteln. Doch auch die einzelnen Produktbeschreibungen sollten auf jeden Fall individuell geschrieben sein. Daher gilt, wer selbst nicht die Zeit oder das Know-how besitzt, um individuelle Kategorieseiten und Produktbeschreibungen zu verfassen, der sollte unbedingt einen professionellen SEO-Texter beauftragen, denn Sparen an der falschen Stelle führt langfristig zu weitreichenderen finanziellen Einbußen, wenn das Ranking dann entsprechend schlecht ausfällt und die Kundschaft ausbleibt.

Nur mit informativem und hochqualitativem unique Content für Deine Produkte kannst Du Dich von der Konkurrenz abheben und ein besseres Ranking erzielen, denn Google belohnt einzigartige Inhalte. Auch innerhalb Deines Shops sollte kein Text mehrfach vorkommen, denn auch das kann von Google als duplicate Content gewertet werden. Besonders dienlich ist ein integrierter Blog in Deinem Shop, indem spezifische Fragen und Probleme zu Deinen Produkten sowie Hintergrundinformationen und nützliche Tipps beschrieben werden können. Dies wirkt sich positiv auf Deinen Onlineshop und die Sichtbarkeit bei Google aus und ist eine wunderbare Möglichkeit Dein Produkt- oder Dienstleistungsangebot für Deine Kunden mit einem informativen und interessanten Mehrwert abzurunden, der die Neukundengewinnung und die Kundenbindung stärkt.

5. Effektive Verlinkung!

Inzwischen hat es sich weitläufig herumgesprochen, dass eine gute Verlinkung zu den wichtigsten Rankingfaktoren überhaupt zählt. Deswegen hat sich in den letzten Jahren ein wahrer Boom an manipulierter Linkgenerierung eingestellt, der von Google durch ein regelmäßig ausgerolltes Update und einen neuen Algorithmus verhindert werden soll, indem manipulierte Linkgenerierung ausfindig gemacht und entsprechend abgestraft wird, um diese Manipulationsversuche auszumerzen.

Vor allem die mehrmalige Linkbildung auf der eigenen Seite, durch verlinkte Keywords im Ankertext in großer Zahl, werden von Google häufig negativ bewertet. Schädliche oder überschüssige Backlinks können mithilfe eines Backlink-checkers ausgemacht und entwertet werden. Interne Links jedoch stellen kein Problem dar, im Gegenteil, sie stärken die eigene Seite und sind sogar sehr wichtig um Google zu signalisieren, dass die jeweilige Unterseite wichtig ist und in den Serps als entsprechendes Keyword gelistet werden soll.

Externe Links, welche von anderen themenverwandten Seiten wie beispielsweise Lieferanten, Dienstleistern und Herstellern ausgehen, werden positiv gewertet, vor allem wenn sich diese auf die Domain oder den Namen des Shops aufbauen.

6. Weiterleitung statt löschen!

Bei Produkten, die nicht mehr lieferbar sind, sollte das Löschen der kompletten Produktseite oder der jeweiligen URL vermieden werden, da dies zu Irritationen bei Google führen kann, was sich wiederum negativ auf das Ranking auswirken kann. Besser ist es daher eine 301-Weiterleitung auf ein alternatives Produkt einzurichten, um die bestehende URL sinnvoll weiter zu nutzen und das entsprechende Ranking zu erhalten. Außerdem wird so das Entstehen von sogenannten broken Links, also Links, welche nicht mehr funktionieren vermieden, denn zahlreiche 404-Error-Weiterleitungen infolge von broken Links, führen zu einem Verlust der „Linkkraft“, was sich negativ auf das Ranking auswirken kann.

7. Rich Snippets

Wie oft eine Seite angeklickt wird, beeinflusst das Ranking maßgeblich. Um möglichst oft angeklickt zu werden, kann man die sogenannten „Rich Snippets“ nutzen. „Rich Snippets“ bedeutet soviel wie „reiche Schnipsel“ und steht für die Erweiterungen der Google-Suchergebnisse, die mit Mikrodaten, wie beispielsweise mit Bewertungen oder Daten zum Produkt, wie Artikelverfügbarkeit, Preise und so weiter „aufgepeppt“ werden kann. Das geht ganz einfach mit dem Data Highlighter der Google Search Console, womit man kinderleicht per Mausklick die relevanten Daten in den Produktbeschreibungen für die Rich Snippets markieren kann.

So kann man sich mehr Aufmerksamkeit in der Suchergebnisliste und damit mehr Klicks sichern, was zu einem besseren Rankingergebnis führt.

8. Optimierte Ladezeiten

Ein weiterer, nicht unerheblicher Rankingfaktor ist die Ladegeschwindigkeit Deiner Seite, also wie lange Deine Seite benötigt um vollständig aufgebaut und einsatzbereit zu sein. Wenn diese Ladezeit sehr lange in Anspruch nimmt, verlieren viele Besucher schnell die Lust und verlassen die Website wieder.

Google wertet ein solches Nutzerverhalten als Hinweis darauf, dass die Seite beim Nutzer nicht gut ankommt oder nicht seinen Vorstellungen entspricht, was sich dann wiederum negativ auf das Ranking auswirkt. Wer die Ladezeit seiner Website prüfen möchte, kann dafür ein Tool wie beispielsweise Google Page Speed Insights nutzen. Nur wenn der Besuch Deiner Seite für den Nutzer angenehm und ansprechend ist, wird er sich logischerweise auch gerne und länger aufhalten und sich in Deinem Shop umsehen.

Daher ist eine kurze Ladezeit sehr wichtig, um potenzielle Kunden auf der Seite zu halten und somit letztlich auch zum Kauf anzuregen.

9. „Above the fold“

Genau wie bei dem Schaufenster eines Ladens, ist der „Above the fold“ – Bereich Deines Onlineshops die Visitenkarte Deines Shops und vermittelt den ersten Eindruck, der wie wir wissen entscheidend ist. Als „Above the fold“ bezeichnet man den Bereich, der ohne zu scrollen als Erstes auf Deiner Seite zu sehen ist und bedeutet soviel wie „über der Falz“. Wenn dieser Bereich den Besucher nicht überzeugen kann, weil er langweilig, chaotisch oder schlicht nicht ansprechend wirkt, wird sich dieser nicht lange auf Deiner Seite aufhalten und folglich auch nichts kaufen.

Das wirkt sich nicht nur direkt auf den Umsatz, sondern auch auf das Ranking aus. Deswegen ist es ausgesprochen wichtig, dass der Above the fold Bereich einladend, attraktiv, übersichtlich und ansprechend gestaltet ist, um das Interesse und ein „Wohlgefühl“ beim Besucher zu wecken, damit er gerne auf der Seite verweilt und sich umschaut. Besonders hilfreich sind hier direkt sichtbare attraktive Angebote, ansprechende Fotos und einen übersichtlichen Aufbau. Damit das ganze auch wirklich professionell und seriös wirkt, ist es ratsam auf einen entsprechenden Fachmann zurückzugreifen, denn der erste Eindruck ist entscheidend für den Erfolg Deines Shops.

Fazit

Mit wenig Aufwand kann schon sehr viel erreicht werden, um den eigenen Onlineshop zu optimieren. Gerade in Bereichen, die man selbst nicht leisten kann, wie beispielsweise SEO optimierte Contenterstellung oder das Designen des Above-the fold-Bereichs, sollte man lieber auf fachliche Unterstützung zurückgreifen, um hinterher ein nachhaltig wirksames Ergebnis zu erzielen, welches sich langfristig bezahlt macht.